Wasserstoffwasser scheitert: Oxidativer Schadensmarker steigt in Studie
Wasserstoffreiches Wasser wird als einfacher Antioxidans‑Trick vermarktet. Eine randomisierte, verblindete Studie bei Menschen mit chronischer Höhenkrankheit zeigte jedoch das Gegenteil: Nach acht Wochen mit 990 ml pro Tag stieg der MDA‑Wert, ein Marker für oxidativen Schaden, in der Wasserstoffgruppe stärker an als im Placebo (+2,11, p < 0,001). Gleichzeitig nahm die Gesamt‑Antioxidationskapazität zu, und der Anstieg war bei Teilnehmenden mit einem BMI von 24 kg/m² oder höher besonders ausgeprägt. Nebenwirkungen, vor allem Schwindel, traten häufiger in der Wasserstoffgruppe auf (50 % vs. 37 %). Die Studie ist klein und auf Hochgebirgs‑Patienten beschränkt, sodass die Ergebnisse für Wasserstoffwasser‑Fans nur begrenzt gelten.
Vitamin C und E mit 18 % geringerem Alzheimer‑Risiko – aber mit Vorbehalt
In der Rotterdam‑Studie mit 5 395 älteren Erwachsenen war eine höhere Aufnahme von Vitamin C und Vitamin E jeweils mit etwa 18 % niedrigerem Alzheimer‑Risiko pro Standardabweichung verbunden. Der stärkste Effekt zeigte sich bei Rauchern, wo zusätzlich Beta‑Carotin und Flavonoide hervortraten. Da es sich um eine Beobachtungsstudie zur Nahrungsaufnahme und nicht um ein Pillen‑Trial handelt, kann nur ein Zusammenhang, aber keine Kausalität nachgewiesen werden. Einige der signifikanten Zahlen für Raucher besitzen zudem Konfidenzintervalle, die die 1,0‑Marke überschreiten.