Taurins Sweet Spot von 1,5–3 g: Was 34 Studien zu Zucker, Blutdruck und weiteren kardio‑metabolischen Markern zeigten
Taurin ist vor allem für seinen Anti‑Aging‑Hype bekannt, doch eine neue Metaanalyse von 34 randomisierten Studien hat gängige Gesundheitsmarker untersucht. Die Supplementierung ging mit niedrigerem Nüchternblutzucker, HbA1c, Triglyceriden, Cholesterin, Blutdruck und Entzündungswerten einher. Der Nutzen war am deutlichsten bei einer Dosis von 1,5–3 g pro Tag, wobei die Effekte je nach Studiendauer variierten. Die Effekte sind zwar bescheiden und die Studien heterogen, doch das Paper zeigt, wer eventuell Vorsicht walten lassen sollte.
NMN vs NR vs NADH – mehr Ausdauer, aber keine Verbesserung der Müdigkeit
Eine neue Netzwerk‑Meta‑Analyse von 27 Studien mit 1.599 Teilnehmenden verglich NMN, NR, NADH und Nicotinamid – und die Ergebnisse entsprechen nicht den Werbeversprechen. NMN erhöhte die Ausdauer dosisabhängig (standardisierter Mittelwertunterschied = 1,02 bei hoher Dosis). NADH schnitt bei kognitiven Tests am besten ab, jedoch vor allem in Gruppen mit bereits bestehenden kognitiven Defiziten; das Ergebnis ist empfindlich gegenüber einzelnen Studien. Überraschend war, dass keiner der Vorstufen die wahrgenommene Müdigkeit oder den Schlaf merklich verbesserte.
NMN und Blutdruck: 10 Studien zusammengefasst – bei über 60‑Jährigen am stärksten gesunken
Eine neue Meta‑Analyse in *Nutrients* fasste zehn randomisierte NMN‑Studien zusammen, um zu prüfen, ob der beliebte NAD⁺‑Vorläufer den Blutdruck beeinflusst. Bei 349 Teilnehmenden senkte NMN den diastolischen Druck um etwa 2,15 mmHg, während die systolische Veränderung nicht signifikant war. Bei Personen ab 60 Jahren fiel der systolische Druck um rund 3,94 mmHg. Die Stichprobengröße ist klein, das Analysemodell ein Common‑Effects‑Modell, und die Autoren bezeichnen die Evidenz als vorläufig. NMN ist also kein Ersatz für blutdrucksenkende Medikamente.